Hinterfrage Kaffee & Co

Schon mal darüber nachgedacht, weshalb wir von Koffein regelrecht umzingelt sind?
Man kann nirgendwo hingehen, ohne dass einem ein Automat dazu verleiten will, uns noch einen Kaffee oder noch ein Cola (und noch einen, und noch eines, …) zu genehmigen.

Kaffee & Co – meist unterschätzt!

Was uns gar nicht weiter auffällt, sind wir mittlerweile schon durch und durch abhängig von solchen Aufputschern. Ohne Kaffee, Cola, Energy Drink & Co. sind wir schon längst nicht mehr leistungsfähig – einen Tag ohne Koffein durchzustehen, das schaffen viele von uns gar nicht mehr!

Uns selbst betrifft das natürlich überhaupt nicht! Nur die anderen!
Dass es uns nicht bewußt ist, heißt aber noch lange nicht, dass es nicht so ist! (Man frage einen Rauscher, ob er abhängig ist!)

Nicht falsch verstehene!
Koffein ist nicht „schlecht“ und soll auch nicht verteufelt werden!

Dieser Artikel möchte nur erreichen, dass man sich seinen Koffeinkonsum bewußt macht.
Wenn man sich selbst beobachtet, wie viel Koffein man so über den Tag verteilt zu sich nimmt, ist man meistens mehr als erstaunt.

 

Es fällt und gar nicht auf: würden wir in der Früh erst mal ein Bier „brauchen“, würde das ziemlich schnell die Alarmglocken läuten lassen – beim Kaffee hinterfragt aber keiner mehr, dass wir vor dem ersten davon „zu nix zu gebrauchen“ sind!

Die Dosis macht das Gift!

Wie gesagt ist Kaffe natürlich nichts Schlechtes (bei Cola schaut das schon ein wenig anders aus – und da ist das Koffein der aller kleines Punkt) – es ist nur die Menge, die uns auf Dauer alles andere als gut tut!

Trinkt man im Schnitt ein bis zwei Kaffee am Tag, schadet uns das nicht und hat sogar positive Auswirkungen auf unseren Organismus.

Das ist sö ahnlich wie das bekannte Glas Rotwein am Abend – DAS ist gesund, jeden Abend 5 Gläse wohl eher nicht mehr!

Auswirkungen auf die Seele?

Läßt man die gesundheitlichen Bedenken mal beiseite, kommt ein wesentlich wichtiger Aspekt am Koffein (und anderen „Puschern“) zutage:

Wir sind permanent auf Spannung, können kaum noch locker lassen und entspannen!

Unglaubwürdig?
Sehen wir es uns an:

Wir stehen auf und brauchen sofort (oder zumindest, so schnell als möglich) den ersten Kaffe – meist noch im Schlaf-Outfit und mit den Augenliedern auf Halbmast. (Schuß 1)

Am Weg in die Arbeit krampfen wir unsere Finder dann um den Coffee-to-go (Schuß 2)

Im Büro angekommen ist meist der erste Ganz zur Kaffee-Maschine (Schuß 3)

Über den Arbeitstag und in den Pausen genehmeigen wir uns dann mindestens noch 3 davon (Schuß 4, 5 und 6).

Und viele von uns genehmigen sich am Abend dann auch noch eine Tasse zur Entspannung. (Schuß 7)

Natürlich trifft dieses Szenario nicht auf alle zu – aber wenn man sich so umschaut, trifft das schon einen recht guten Schnitt!

Permanent auf „180“

Durch diese permanente Zufuhr von Koffein, über den ganzen Tag verteilt, fällt uns gar nicht auf, was dieser Stoff mit uns macht.

Ohne ihn sind wir, je nachdem wie lange und wie viel wir bisher davon konsumiert haben, nicht mehr richtig „da“. Wir können uns nicht so gut konzentrieren, unsere Stimmung ist auch nicht die beste und wenn uns jemand schief von der Seite anredet, kann’s passieren, dass wir explodieren.

Eine sehr gute Dokumentation zu diesem Thema findet sie hier: Wie Alltagsdrogen die Gesellschaft steuern

Wer nun meint, das alles ist doch Blödsinn und es treffe auf ihn nicht zu, der mache ein einfaches Experiment:

Ein Wochenende ohne Kaffee & Co!

Wer am Samstag Abend immer noch gut aufgelegt und fit ist und in der Nacht auf Sonntag nicht wesentlich länger schläft und dennoch nicht recht ausgeschlafen ist … den braucht das ganze nicht weiter tendieren.

Die meisten von uns werden aber den ganzen Tag „mim faden Aug'“ herum rennen und auch nicht sehr viel Spaß an zwischenmenschlicher Kommunikation haben.

 

 

 

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